Niedlich, flauschig und äußerst clever

350 Tiere waren bei der 41. Vogelschau in der Kleintierhalle am Beningaweg zu sehen.

Organisiert hatte die Veranstaltung der Vogelzucht- und Naturschutzverein Weener.

 

Von Insa Segebade

 

27 Züchter zeigten bei der 41. Vogelschau in Weener ihre Tiere. Organisiert hat die Veranstaltung in der Kleintierhalle am Beningaweg der Vogelzucht- und Naturschutzverein. Die kleinen Besucher konnten sich die Zeit mit Spielen und Basteln vertreiben.

Weener - - Das Pfirsichköpfchen in Käfig Nummer 13 von Michael Spekker hat die Preisrichter auf der ganzen Linie überzeugt. Es ist Klassensieger bei den Kleinsittichen, und der Züchter aus Weener hat für den Vogel zudem den Meisterpokal erhalten. Bewertet wurden unter anderem das Gefieder und der Körperbau. Nicht ins Gewicht fiel für die Juroren die Cleverness des Tierchens. Dafür jedoch hätte es noch einmal eine Sonderauszeichnung verdient. „Der hat sich ganz genau angeschaut, wie wir seinen Käfig verschlossen haben“, erzählt Michele Gase, 1. Vorsitzender des Vogelzucht- und Naturschutzvereins Weener und Umgebung. „Zweimal hat er seinen Käfig aufgemacht und ist abgehauen.“ Bevor der Sittich zum dritten Mal fliehen konnte, bekam er einen neuen, ausbruchsicheren Käfig.

27 Züchter stellten am Wochenende bei der 41. Vogelschau in der Kleintierhalle in Weener insgesamt 350 Tiere aus. Eine Woche lang haben die Vereinsmitglieder daran gearbeitet, die Volieren aufzubauen. Mit viel Tannengrün, Zweigen, Blumen, Mais und Gräsern wurde die Halle am Beningaweg in einen idyllischen Wald verwandelt, in dem sich die Vögel sichtlich wohl fühlten und der die zahlreichen Besucher staunen ließ. In einem gesonderten Raum waren die Exoten untergebracht. „Die brauchen es kuschelig warm“, erklärt der 2. Vorsitzende, Bernhard Meyer, der selbst diese Vogelrasse züchtet. Rund 50 Tiere hat er zu Hause in Wymeer. Pressewart Rudolf Schaa ist nach 30 Jahren zur Vogelzucht zurückgekehrt und hat sich auf Großsittiche spezialisiert.

150 Klein- und Großsittiche pflegen Michele Gase und Ehefrau Claudia bei sich daheim. Seit neun Jahren züchtet der Vorsitzende. Wie seine Vorstandskollegen fasziniert auch Michele Gase die Intelligenz und Lernfähigkeit der Vögel. Bei ihm in der Küche steht der Käfig einer Blaustirnamazone. „In dem Käfig hängt ein Glöckchen. Immer wenn der Vogel Hunger hat, läutet er das Glöckchen, was ziemlich oft passiert“, sagt Gase. Dabei hat es der Amazonenpapagei längst nicht nur auf Vogelfutter abgesehen. Die Glocke läutet auch dann, wenn die Familie am Esstisch sitzt. „Dann möchte der Vogel auch seinen Teil. Nudeln mag er beispielsweise gern“, so Gase, der für einen seiner Sonnensittiche den Meisterpokal bei den Großsittichen bekam. Was die Vögelzüchter begeistert, ist für deren Kinder manchmal weniger spannend. Doch auch in diesem Punkt hatte der Verein vorgesorgt. In einem Zelt auf dem Parkplatz wurden allerlei Spiele wie Dosenwerfen und Bastelarbeiten angeboten. So konnte aus einer leeren Milchpackung ein Futterhäuschen gebastelt werden. Das Thema „Vogel“ wurde somit auch hier nicht gänzlich ausgeklammert.

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Bilder: Segebade

(Quelle Ostfriesenzeitung)

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